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Tragischer Abschied

ESG Gensungen/Felsberg - M I | 02-05-2017

ESG Gensungen/Felsberg - M I 33:32 (18:8)

Spielbericht von Jürgen Möcks (WT):

Es waren Zentimeter. Einer, höchstens zwei. Ein Fingerbreit zum Dotzheimer Glück, eine Winzigkeit zu einem spektakulären Comeback. Doch der Wurf von Rechtsaußen Marco During klatschte fünf Sekunden vor dem Ende an den Pfosten. Vier, drei, zwei, eins – Schluss, aus, vorbei. Nach nur einer Saison muss der TuS Dotzheim aufgrund der 32:33 (8:18)-Niederlage bei der ESG Gensungen/Felsberg zurück in die Handball-Landesliga. Ein Remis hätte gereicht, weil parallel die TSG Münster bei Vizemeister HSG Wetzlar U 23 23:27 verlor. Der vierte Oberliga-Absteiger stand fest, da sich die MSG Groß-Umstadt durch die 28:30-Niederlage beim TV Großwallstadt endgültig aus der Dritten Liga verabschiedet hat.

„Wenn wir mit sechs, sieben Toren verlieren, wäre das okay gewesen. Aber so war es einfach nur tragisch. Das habe ich so brutal noch nie erlebt“, war Dotzheims Trainer Hans-Josef Embs fassungslos. Urplötzlich bot sich die Chance zum Ausgleich, nachdem Gesungens Jan Hendrik Otto einen Siebenmeter vergeben hatte. Auszeit. Noch 25 Sekunden zu spielen. Beratung. Embs beorderte einen siebten Feldspieler aufs Feld. Und die Gäste brachten During noch einmal in Position. Fünfmal hatte der 30-Jährige das Leder zuvor von Rechtsaußen versenkt. Doch diesmal stand der Pfosten im Weg. Vorwürfe gab es keine. Im Gegenteil. „Respekt, dass er den Wurf genommen hat“, urteilte Yassin Ben-Hazaz.

Der baumlange Youngster hatte zuvor ganz entscheidend zu der furiosen Aufholjagd beigetragen. Denn eigentlich waren die Gäste zur Pause abgestiegen. Waren mausetot. 8:18 lagen sie im Hintertreffen, hatten dazu Linkshänder Stefan Bonnkirch (traf in der 21. Minute bei einem Freiwurf einen Gegenspieler direkt ins Gesicht) und Maxi Schubert (25.) nach der dritten Zeitstrafe mit Rot verloren. „Da waren wir viel zu passiv“, monierte Ben-Hazaz und auch Embs gestand: „Wir haben überhaupt keinen Zugriff auf den Gegner bekommen.“ Doch nach der Umstellung von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung „war Gensungen echt am Verzweifeln“, befand Dotzheims Sportlicher Leiter Hans-Dieter Großkurth. Binnen elfeinhalb Minuten verkürzte Dotzheim auf 19:21, kämpfte auch nach dem 21:26 (48.) unverdrossen weiter. „Am Ende hat uns einfach das Quäntchen Glück gefehlt“, urteilte Embs, räumte aber auch ein: „Abgestiegen sind wir nicht heute. Es gab Spiele, die haben wir blöd verloren. Jetzt war es einfach nur tragisch.“ Und auch Großkurth sagte: „Man kann die 25 Spiele zuvor nicht einfach beiseite wischen. Aber so zugespitzt, so brutal, das tut echt weh.“

Das Ziel könne nur der sofortige Wiederaufstieg sein. Allerdings ohne Top-Torjäger Marc Teuner. Der 23-Jährige hatte seine Zusage nur für die Oberliga gegeben, wird die Dotzheimer verlassen. Rückraumtalent Fabian Kovacs (MSG Groß-Bieberau/Modau II) hat derweil seine Zusage aufgrund von anhaltenden Schulterproblemen zurückgezogen. Die Linkshänder Thomas Sterker (SG Saulheim) und Felix Kossler (MSG Groß-Bieberau/Modau) sowie Torhüter Benedikt Müller (HSG Nieder-Roden) indes haben auch für die Landesliga zugesagt. Doch das ist Zukunftsmusik. „Erst einmal“, sagt Ben-Hazaz, „müssen wir Abstand gewinnen und das alles verarbeiten. Dann greifen wir wieder an.“

TuS Dotzheim: Toru, Tillmann; Rigterink, Bonnkirch , Otto, Assmann (4), Mo. Schubert, Wenzel (2), Denard, Battermann (3), Teuner (9/5), Max. Schubert, During (5), Ben-Hazaz (9).

SR: Kimpel/Weiner (Aßlar). – Zuschauer: 350. – Zeitstrafen: 7:4. – Rot: Bonnkirch (21./Unsportlichkeit), Max. Schubert (25./dritte Zeitstrafe). – Siebenmeter: 5/3:5/5. – Spielfilm: 2:0, 4:1, 4:4, 8:3, 13:4, 15:7, 18:8 – 20:11, 20:16, 21:19, 23:21, 26:21, 29:24, 31:26, 32:27, 32:29, 33:29, 33:32.


Categories: Spielberichte

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