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Endlich Spitze erklommen

TG Kastel - M I | 14-01-2018

TG Kastel - M I 27:37 (15:16)

 

Bericht von Susan Dobias (WT)

Pünktlich zum Jahresbeginn hat der TuS Dotzheim in der Handball-Landesliga die Spitzenposition übernommen. Dafür reichte eine eher mäßige Leistung bei einer couragiert spielenden TG Kastel. Trotz des deutlichen 37:27 (16:15)-Sieges war TuS-Coach Hans-Josef Embs mächtig sauer auf seine Spieler.

Klein: „Zehn Tore Unterschied sind ein bisschen viel“

Das lag vor allem an einer katastrophalen ersten Halbzeit, in der die hoch gehandelten Dotzheimer alles vermissen ließen. „Das war unterirdisch. So etwas habe ich selten gesehen. Ich bin sehr angefressen und mächtig enttäuscht“, schimpfte Embs. Spaß, Wille, Ehrgeiz, Kampfbereitschaft, Einstellung – alles, was man für Handball brauche, habe er nicht gesehen. „Wenn man das nicht bringt, kann man keinen guten Handball spielen“, sagte Embs.

In der Kabine sei es zur Halbzeit sehr laut geworden. „Das war null Leistung und Bereitschaft. Das Donnerwetter hat gefruchtet. Auch wenn wir der Favorit sind, müssen wir was tun. Man gewinnt nicht von allein“, erklärte Dotzheims Rechtsaußen Felix Kossler. Fünf Minuten im zweiten Durchgang reichten, um sich auf 21:16 abzusetzen und der Favoritenrolle gerecht zu werden. Während Embs froh war, die richtigen Worte gefunden zu haben, haderte sein Gegenüber Kalli Klein mit dem Spielausgang. „Zehn Tore Unterschied sind ein bisschen viel. Wir hatten die Basis für ein besseres Ergebnis in der ersten Halbzeit gelegt“, sagte der TGK-Coach.

Da spielte sein Team fast am Limit, führte teilweise mit bis zu drei Toren. Klein bescheinigte seinen Spielern eine famose Leistung. Dass die Führung vor der Pause noch abgegeben wurde, lag an ein paar überhasteten Abschlüssen. Dotzheims Umstellung auf eine Manndeckung gegen Kastels Führungsspieler Felix Holtkötter und Christian Panzer verunsicherte die Gastgeber nach Wiederanpfiff und brachte sie aus dem Konzept. „Da haben wir uns ganz dämlich angestellt“, erklärte Klein. Die junge Garde um Tim Grzeschik war gegen die erfahrenen TuS-Cracks überfordert, verlor zahlreiche Bälle. Zudem wurde im Angriff viel zu überhastet geworfen. Dotzheim nutzte dies und lief unzählige Tempogegenstöße.

Embs hofft nun, dass seine Spieler den Warnschuss verstanden haben. Bereits am Dienstag (20.30 Uhr) wartet beim Nachholspiel in Eppstein ein unbequemer Gegner. Entsprechend warnte er seine Mannschaft. „Wir dürfen uns nicht zu viel erlauben. Jetzt beginnt die entscheidende Phase, jetzt zählt es“, sagte Embs. In Eppstein kann er dann auch wieder auf Torjäger Maximilian Schubert setzen, der in Kastel bis auf fünf Minuten geschont wurde. „Eppstein wird brennen. Wir sollten tunlichst vermeiden, noch einmal so eine Leistung zu zeigen. Sonst kann das ganz schnell mal in eine andere Richtung gehen“, erklärte Kossler.

TG Kastel: Schiebeler; Jezidzic (1), S. Fischer, Holtkötter (4), Reese, Panzer (5), Krause (2), Grzeschik (5), T. Fischer (5/5), Büscher (1), Hartmann (3), Munck (1).

TuS Dotzheim: Windheim, Müller; Seeger (4), Assmann (5), Sterker (5), Wenzel (5), Denard (2), Kossler (10/3), Battermann (1), Schubert (2), Ben-Hazaz (3).

 


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