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Embs-Truppe macht Oberliga-Rückkehr perfekt

HSG Wettenberg II - M I | 16-04-2018

HSG Wettenberg II - M I 21:27 (9:13)

Spielbericht von Susan Dobias (WT):

Vier Minuten vor dem Abpfiff huschte ein Lächeln über das Gesicht von Hans-Josef Embs. Glücklich umarmte der Coach alle auf der Bank des TuS Dotzheim und verfolgte entspannt die Schlussphase in Wettenberg. Die etwa 40 mitgereisten Fans – darunter die verletzten Dotzheimer Spieler – feierten das Meisterteam mit stehenden Ovationen und als der Abpfiff ertönte, gab es auch auf dem Parkett kein Halten mehr. „Meister, wir sind Meister“ schrien die Dotzheimer Handballer, tanzten im Kreis und schnappten sich ihren Trainer. Der flog in hohem Bogen in die Luft, später verpasste ihm Maximilian Schubert noch eine Sektdusche.

„Gott sei Dank, es ist vollbracht. Wir sind so froh, dass wir das trotz der Widrigkeiten so souverän geschafft haben. Wir haben es verdient“, erklärte Embs nach dem 27:21 (13:9) bei der HSG Wettenberg II und den weiterhin acht Punkten Vorsprung auf die MSG Linden drei Spieltage vor dem Ende. Auf der Tribüne verdrückte Timm Großkurth, Sohn des erst vor kurzem verstorbenen Sportlichen Leiters Hans-Dieter Großkurth, Freudentränen. Embs hatte da schon den Weg zu Großkurths Witwe gesucht und diese umarmt. Beide Männer hatte eine tiefe Freundschaft verbunden.

Auch die Spieler durchlebten ein Wechselbad der Gefühle. Personell aus dem letzten Loch pfeifend, dazu ein Gegner, der seine Chance im Abstiegskampf zu nutzen versuchte – keine leichte Aufgabe für den Landesliga-Spitzenreiter, dem noch ein Punkt zur direkten Rückkehr in die Oberliga fehlte. Sechs Feldspieler standen Embs noch zur Verfügung, darunter Sören Battermann, den Leistenprobleme plagten. Auf der Bank nahmen ausschließlich reaktivierte Spieler Platz – Niklas Müller und Stefan Bonnkirch sowie Sebastian Dembach aus der zweiten Mannschaft. Das der an einer Bauchmuskelverletzung laborierende Bonnkirch auftauchte, überraschte selbst Embs. „Das war nicht geplant. Ein großes Dankeschön an die Drei. Es war sehr viel wert, dass diese Jungs uns nochmal geholfen haben. Sonst wäre es eng geworden“, sagte Embs.

„Aushilfskellner“ Bonnkirch und Müller sorgen für Entlastung

Müller half in der Abwehr aus, Bonnkirch war im rechten Rückraum mit seiner Routine ein wichtiger Faktor und steuerte noch vier Treffer bei. „Es hat zum Glück geklappt, zumindest dass die anderen sich mal ausruhen konnten und die Gegner mal was anderes machen mussten“, sagte der 35-Jährige. Aus einer abgeklärt spielenden Mannschaft ragten noch Torwart Benedikt Müller, Kreisläufer Timo Wenzel mit seinem Kampfgeist und Maxi Schubert heraus. Müller hielt sein Team mit starken Paraden in engen Phasen auf Kurs, vorne traf Schubert trotz intensiver Manndeckung zwölf Mal. „Hinten heraus hat jeder das gemacht, was er kann. Jeder hat alles in die Waagschale geworfen und sich zusammengerissen“, lobte Schubert seine Mitspieler. „Die Hälfte der Mannschaft saß auf der Tribüne und wir gewinnen das Ding. Jetzt ist mir alles egal.“ Auch Müller konnte seine Gefühle nach der Partie kaum verbergen. „Es fühlt sich brutal gut an, nach all den Rückschlägen, die wir hatten. Von der Bank kamen ja mehr Betreuer aufs Feld gerannt, als Spieler gespielt haben. Einfach super, wir haben es durchgezogen“, erklärte der Torhüter. Noch lange nach dem Schluss standen Mannschaft, Betreuer und Angehörige zusammen, stießen auf den Erfolg an. Dann startete die Mannschaft in eine lange Party-Nacht, die erst mit einem gemeinsamen Grillen am Tag danach endete.

TuS Dotzheim: B. Müller, Windheim; N. Müller, Bonnkirch (4), Dembach (1), Assmann, Wenzel (6), Denard (2), Battermann (1), Schubert (12/5), During (1).

 


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