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Erste Niederlage kam erwartet

M I - TSG Eppstein | 23-04-2018

M I - TSG Eppstein  22:33 (10:17)

Spielbericht von Susan Dobias (WT):

Nun ist es doch passiert! Meister TuS Dotzheim hat die erste Saisonniederlage in der Handball-Landesliga kassiert. Eine, die irgendwie vorhersehbar war. Denn am Samstag standen Coach Hans-Josef Embs neben den beiden Torhütern Paul Windheim und Benedikt Müller nur noch vier Feldspieler aus der Meister-Mannschaft zur Verfügung. Alle anderen fehlten verletzt oder waren verhindert. So sprangen wiederholt Oldie Sebastian Dembach, Niklas Müller und Konstantin Schubert sowie Kevin Gutteck und Finn Jensen aus der dritten Mannschaft ein. „Wir haben versucht, unser Bestes zu geben, haben aber leider in der Abwehr keinen Zugriff bekommen“, erklärte Kapitän Marco During. Auch Embs machte seinen Spielern keinen Vorwurf. „Sie haben es ganz gut gemacht“, sagte er. Nutznießer der prekären Personalsituation war in diesem Fall die TSG Eppstein, die dank des 33:22 (17:10)-Erfolges nun wohl endgültig die Klasse gesichert haben sollte.

Jan-Olaf Immel: „So richtig freuen kann ich mich nicht“

Doch groß war der Jubel bei den Gästen nicht. „Die personelle Lage Dotzheims hat uns schon in die Karten gespielt“, gab Spielmacher Theo Roos zu. Und auch TSG-Coach Jan-Olaf Immel empfand einen bitteren Beigeschmack. „So richtig freuen kann ich mich nicht. Nach außen sieht es blöd aus, aber es war alles korrekt. Sie haben nun mal die vielen Verletzten. So etwas habe ich noch nie erlebt. Selbst die Jungs, die gespielt haben, sind am Stock gegangen“, erklärte Immel. Absichtlich geschont wurde niemand. Die gesunden Rückraumspieler Sören Battermann und Benedikt Seeger waren privat bzw. beruflich verhindert, Maximilian Schubert musste nach einem Pferdekuss aus dem letzten Spiel passen. „Der Bluterguss ist aus dem Oberschenkel ins Knie gewandert. Der konnte gar nicht richtig laufen“, erklärte Embs.

Ihn ärgerten die zahlreichen Bemerkungen und Vorurteile aus unterschiedlichen Richtungen, die Dotzheim jetzt nach erreichter Meisterschaft Schonung vorwarfen. „Wenn ich das höre. Sind die Spieler gesund, spielen sie auch“, sagte Embs. So improvisierte er wieder einmal. Den Rückraum bildeten die Kreisspieler During, Timo Wenzel und Außen Dennis Assmann. Gutteck wechselte sich mit Konstantin Schubert auf Rechtsaußen ab, Jensen sorgte im Rückraum für Entlastung. Dembach agierte am Kreis, John Denard auf Linksaußen. „Wir haben gar nicht so schlecht angefangen und hatten uns etwas mehr erhofft“, erklärte During, der sich über die Niederlage ärgerte. Es war für diese Dotzheimer Mannschaft aber nicht mehr drin. Das lag auch an gut aufgelegten Gästen, die von Beginn an konzentriert spielten. „Das war ein Stück Arbeit und kein Selbstläufer. Aber wir haben unsere Chancen genutzt, waren extrem konzentriert“, sagte Roos. Immels Konzept vom Tempo-Handball ging auf. „Wir wollten Dotzheim müde machen“, resümierte er. Das gelang. Entspannen wollte er sich aber trotzdem nicht. Abhängig von den Ergebnissen in den oberen Ligen ist ein Abstieg immer noch möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich. „Freuen tue ich mich erst, wenn alles klar ist“, sagte der Coach.

TuS Dotzheim: Windheim, B. Müller; Gutteck (3), Dembach, Assmann (4/1), Wenzel (3), Denard (4), N. Müller (3), K. Schubert, During (4/3), Jensen (1).

TSG Eppstein: Keller, Ladwig; M. Becker, Barchanski (5), Henrich (2), Roos (8), Ladwig, Erdmann, Kerber (1), Schmidt (1), Wagner (2), Laun (6/2), Müller (8), Disqualifikation: M. Becker (23./Foulspiel).

 


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