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Herren - Alte Herren - Frauen - Jugend

Trotz Verletzungsseuche erfolgreich

21-05-2018

Zusammenfassung der Sasonvon Susan Dobias (WT)

Von Beginn an war die Mission klar. Für den TuS Dotzheim – dienstälteste Mannschaft in Hessens höchster Spielklasse und im Sommer 2017 als Viertletzter aus der Oberliga abgestiegen – zählte nur der direkte Wiederaufstieg. Der mittlerweile verstorbene Sportliche Leiter Hans-Dieter Großkurth und Trainer Hans-Josef Embs stellten für das große Ziel einen Kader zusammen, der in der Handball-Landesliga seinesgleichen suchte. „Es war ein unglaublicher Druck auf Mannschaft und Trainer, weil wir den stärksten Kader hatten. Das muss man so sagen. Aber ich bin in einem Alter, wo man damit auch klar kommt“, erklärt Embs. Seine Spieler schafften das ebenfalls auf beeindruckende Weise.

Tod von Hans-Dieter Großkurth trifft Mannschaft bis ins Mark

In der Hinrunde dominierte Dotzheim die Gegner meist nach Belieben, in der Rückrunde konnte das TuS-Team aufgrund der dünnen Personaldecke nicht immer Vollgas gehen. Die Meisterschaft wurde dennoch drei Spieltage vor Schluss mit dem 20. Sieg bei nur einem Unentschieden gegen den TV Breckenheim eingefahren. Am Ende standen 44:4 Punkte und 810 erzielte Tore zu Buche. „Die ganze Saison war vom Handballerischen und Kämpferischen her, von der Disziplin und was man mitbringen muss, um Erster zu werden, dominant. Wenn ich die Entwicklung der Mannschaft sehe, war das für mich eine Oberliga-Mannschaft“, erklärt Timm Großkurth, Sohn von Hans-Dieter Großkurth, der erst einmal den Posten seines Vaters übergangsweise übernommen hat.

Auch für Torhüter Benedikt Müller fühlt sich die Meisterschaft „brutal" gut an. "Unser Ziel war von Anfang an, Meister zu werden. Dass wir dann die Hälfte der Mannschaft verlieren, war ja nicht geplant. Dass wir es dennoch geschafft haben, ist super“. Immer wieder gelang es, die Ausfälle von Johannes Schuhmacher, Marcel Jamin (beide Kreuzbandriss), Felix Kossler (Achillessehnenriss) und Daniel Otto (Patellasehne) zu kompensieren. Zum Saisonende wurde die Lage für Dotzheim immer prekärer, denn Yassin Ben-Hazaz (Patellasehne) und der einzig verbliebene Linkshänder Thomas Sterker (Meniskus) mussten ebenfalls passen. Zudem traf der Tod Großkurths nach kurzer schwerer Krankheit die Mannschaft bis ins Mark. „Das habe ich noch nie als Trainer erlebt. Deshalb ist das für mich, obwohl es mit Dotzheim die dritte Meisterschaft ist, die Wichtigste. Wir haben es trotz der Widrigkeiten geschafft“, betont Embs. Andere sprangen in die Bresche. Maximilian Schubert etwa, der dank seiner individuellen Klasse aus einem starken Team noch herausragte. Müller, der im Tor ein sicherer Rückhalt war. Spielmacher Benedikt Seeger glänzte mit seiner Übersicht. Timo Wenzel am Kreis riss mit seiner Leidenschaft und Energie alle mit, zog sich im letzten Saisonspiel aber einen „Totalschaden“ im Knie (Innen-, Außen- und Kreuzbandriss, Meniskus- und Knorpelschaden) zu. „Mannschaftlich war das absolut super. Ich kann da keinen hervorheben. Ich habe tolle Kämpfer und Spieler, die einfach gewinnen wollen. Das ist wichtig“, sagt Embs.
 

Dank an „Ruheständler“ Müller, Bonnkirch und Dembach

Und nicht zu vergessen die Handball-Ruheständler Stefan Bonnkirch und Niklas Müller sowie Sebastian Dembach, die sofort einsprangen, als Not am Mann war. „Es war sehr viel wert, dass die Jungs uns noch mal geholfen haben“, bedankt sich Embs. Torjäger Schubert findet ebenfalls nur lobende Worte: „ Wir haben es sehr souverän gemacht. Es gab nie Ärger. Wir waren der Top-Favorit, das haben wir auch selbst gesagt“, erklärt der frühere Bundesliga-Spieler. „Und wenn man es dann auch schafft und den ersten Matchball verwandelt, ja was soll man da sagen?“

Die Meistermannschaft: Benedikt Müller (25 Jahre/Polizist/24 Spiele/0 Tore), Paul Windheim (31/Polizist/14/1), Ugur Toru (21/Schüler/12/0), Dennis Tillmann (37/Angestellter/1/0), Daniel Otto (29/Student/9/3), Benedikt Seeger (33/Kaufmännischer Angestellter/19/94), Johannes Schuhmacher (22/Einzelhandelskaufmann/7/28), Dennis Assmann (31/KfZ-Meister/24/72), Thomas Sterker (27/Kaufmännischer Angestellter/18/70), Timo Wenzel (28/Elektriker/24/76), John Denard (26/Student/24/44), Felix Kossler (30/Autoverkäufer/12/109), Sören Battermann (30/Polizist/22/32), Maximilian Schubert (27/Einzelhandelskaufmann/22/168), Marco During (32/Polizist/23/42), Yassin Ben-Hazaz (21/Student/16/48), Marcel Jamin (26/Polizist/3/3), Sebastian Dembach (36/Schreiner/9/4), Niklas Müller (29/Bauingenieur/6/4), Stefan Bonnkirch (35/Energieanlagenelektroniker/2/7), Konstantin Schubert (24/Informatiker/5/1), Dennis Lang (30/Storemanager/1/0), Andreas Christ (38/Elektriker/1/0), Kevin Gutteck (24/Zeitsoldat/2/3), Finn Jensen (18/Schüler/1/1).

 

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Aufstieg teuer bezahlt

M I - MSG Linden | 18-05-2018

M I - MSG Linden  22:22 (12:14)

Spielbericht von Susan Dobias (WT):

Liegt auf dem TuS Dotzheim ein Fluch oder ist es einfach nur eine unsagbare Pechsträhne? Anders kann man die unzähligen schweren Verletzungen im Kader kaum noch beschreiben. Im letzten Saisonspiel gegen die MSG Linden erwischte es nun auch noch Timo Wenzel. Der Kreisspieler verdrehte sich in der 35. Minute das Knie und ging schreiend zu Boden. „Das war heute noch das i-Tüpfelchen. Das einem im letzten Spiel noch so was passiert, wo es um nichts mehr geht. Das ist alles unfassbar. Es macht keinen Spaß mehr“, sagte TuS-Coach Hans-Josef Embs niedergeschlagen.

MRT an diesem Montag soll Gewissheit bringen

Am Ende war er nur noch froh, dass die Saison nun rum ist. Befürchtet wird bei Wenzel ein Kreuzbandriss, womit er fast die komplette nächste Saison ausfallen würde. Noch hofft der 28-Jährige auf eine leichtere Diagnose. Im Laufe diesen Montags wird er nach einem MRT Gewissheit haben. „Ich denke aber schon, dass was gerissen ist. Ich kann nichts machen, nur liegen. Geschlafen habe ich die Nacht wegen der Schmerzen gar nicht“, berichtete er am Tag danach. Seine Mitspieler konnten es nicht fassen. Kurz nach der unglücklichen Aktion, als Wenzel quasi im Stand einen Schubser bekam und das Knie dabei verdrehte, waren sie geschockt. Maximilian Schubert schüttelte fassungslos den Kopf. „Es fühlt sich schlimm an. Ich denke nicht, dass es noch glimpflich ausgeht. Er hat es auch direkt gesagt“, erklärte der Torjäger, der beim 22:22 (12:14) gegen Linden elfmal traf.

Am liebsten wären die Dotzheimer direkt vom Platz gegangen. „Ich habe auf die Uhr geschaut und gedacht, pfeif ab. Was soll das noch, juckt mich nicht, wie es ausgeht. Einer unserer wichtigsten Männer hat sich am letzten Spieltag, wo es um die goldene Ananas geht, schwer verletzt“, sagte Schubert. Auch Embs war geschockt, muss sich nun für die neue Saison in der Oberliga einiges einfallen lassen. „Für Timo ist das tragisch. So schlimm es sich anhört, dass er jetzt verletzt ist, aber wir brauchen jetzt auch noch einen Kreisspieler“, sagte der 60-Jährige. Fehlen wird auch der nach Hanau wechselnde Benedikt Müller, der noch einmal seine ganze Klasse im Tor zeigte. „Es ist immer ein lachendes und ein weinendes Auge. Man freut sich auf das neue Kapitel, ist aber auch immer ein bisschen traurig, wenn man geht, sagte Müller.

Dauerbrenner Wenzel, der in seinen vier Dotzheimer Jahren bisher kein Spiel verpasst hat, kündigte direkt aus dem Krankenbett seine Rückkehr an. „Im ersten Moment habe ich gesagt, das war’s mit Handball. Aber ich liebe den Sport zu sehr. Ich werde wieder angreifen“, erklärte er.

TuS Dotzheim: Windheim, B. Müller, Toru; Seeger (3), Dembach (1), Assmann (1), Wenzel, Denard (1), N. Müller, K. Schubert, Battermann (3), M. Schubert (11/7), During (2), Gutteck.

 

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Auf dem Zahnfleisch zum Erfolg

TSG Eddersheim - M I | 30-04-2018

TSG Eddersheim - M I 31:32 (15:16)

Spielbericht des WT (sud):

„Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert, aber wir haben gewonnen. Alles gut“, lautete das kurze Fazit von Benedikt Seeger nach dem Erfolg von Landesliga-Meister TuS Dotzheim beim bereits feststehenden Absteiger TSG Eddersheim. Dass der Sieg der Handballer aus dem Schelmengraben verdient war, daran gab es keine Zweifel. Denn sie hatten trotz erneut großer personeller Probleme die Partie im Griff, führten teilweise mit sechs Treffern.

Am Ende ging den Gästen, die kaum Alternativen auf der Bank hatten und größtenteils durchspielen mussten, ein wenig die Puste aus. Doch mit den handballerischen Fähigkeiten von Seeger, der elf Mal traf und seine Mitspieler immer wieder geschickt einsetzte, brachte Dotzheim den Vorsprung ins Ziel. „Na ja, ich habe auch viele Fehler gemacht. Ich habe nicht gerade geglänzt“, wiegelte der Spielmacher ab. Sein kongenialer Partner im Rückraum, Maximilian Schubert, hatte hingegen erneut Verletzungspech. Der Rechtshänder, gerade von einem Pferdekuss genesen, konnte wegen eines Schlages auf die Brust in der zweiten Hälfte nur noch zuschauen.

Als es immer enger wurde und die Kondition nachließ, zeigte sich aber die ganze Klasse des Oberliga-Aufsteigers. „Wir wollten nicht verlieren. Aber mit nur sechs Spielern und bei der Hitze in der Halle ist es nicht so leicht, sich vor so einer Minuskulisse zu motivieren. Wir haben es aber geschafft“, sagte Seeger. Zum Saisonfinale am kommenden Samstag erwarten die Dotzheimer daheim den Tabellenzweiten MSG Linden.

TuS Dotzheim: Windheim, Müller; Seeger (11/1), Dembach, Assmann (6), Wenzel (5), Denard (1), K. Schubert (1/1), Battermann (4), M. Schubert (2/1), During (2).

 

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Erste Niederlage kam erwartet

M I - TSG Eppstein | 23-04-2018

M I - TSG Eppstein  22:33 (10:17)

Spielbericht von Susan Dobias (WT):

Nun ist es doch passiert! Meister TuS Dotzheim hat die erste Saisonniederlage in der Handball-Landesliga kassiert. Eine, die irgendwie vorhersehbar war. Denn am Samstag standen Coach Hans-Josef Embs neben den beiden Torhütern Paul Windheim und Benedikt Müller nur noch vier Feldspieler aus der Meister-Mannschaft zur Verfügung. Alle anderen fehlten verletzt oder waren verhindert. So sprangen wiederholt Oldie Sebastian Dembach, Niklas Müller und Konstantin Schubert sowie Kevin Gutteck und Finn Jensen aus der dritten Mannschaft ein. „Wir haben versucht, unser Bestes zu geben, haben aber leider in der Abwehr keinen Zugriff bekommen“, erklärte Kapitän Marco During. Auch Embs machte seinen Spielern keinen Vorwurf. „Sie haben es ganz gut gemacht“, sagte er. Nutznießer der prekären Personalsituation war in diesem Fall die TSG Eppstein, die dank des 33:22 (17:10)-Erfolges nun wohl endgültig die Klasse gesichert haben sollte.

Jan-Olaf Immel: „So richtig freuen kann ich mich nicht“

Doch groß war der Jubel bei den Gästen nicht. „Die personelle Lage Dotzheims hat uns schon in die Karten gespielt“, gab Spielmacher Theo Roos zu. Und auch TSG-Coach Jan-Olaf Immel empfand einen bitteren Beigeschmack. „So richtig freuen kann ich mich nicht. Nach außen sieht es blöd aus, aber es war alles korrekt. Sie haben nun mal die vielen Verletzten. So etwas habe ich noch nie erlebt. Selbst die Jungs, die gespielt haben, sind am Stock gegangen“, erklärte Immel. Absichtlich geschont wurde niemand. Die gesunden Rückraumspieler Sören Battermann und Benedikt Seeger waren privat bzw. beruflich verhindert, Maximilian Schubert musste nach einem Pferdekuss aus dem letzten Spiel passen. „Der Bluterguss ist aus dem Oberschenkel ins Knie gewandert. Der konnte gar nicht richtig laufen“, erklärte Embs.

Ihn ärgerten die zahlreichen Bemerkungen und Vorurteile aus unterschiedlichen Richtungen, die Dotzheim jetzt nach erreichter Meisterschaft Schonung vorwarfen. „Wenn ich das höre. Sind die Spieler gesund, spielen sie auch“, sagte Embs. So improvisierte er wieder einmal. Den Rückraum bildeten die Kreisspieler During, Timo Wenzel und Außen Dennis Assmann. Gutteck wechselte sich mit Konstantin Schubert auf Rechtsaußen ab, Jensen sorgte im Rückraum für Entlastung. Dembach agierte am Kreis, John Denard auf Linksaußen. „Wir haben gar nicht so schlecht angefangen und hatten uns etwas mehr erhofft“, erklärte During, der sich über die Niederlage ärgerte. Es war für diese Dotzheimer Mannschaft aber nicht mehr drin. Das lag auch an gut aufgelegten Gästen, die von Beginn an konzentriert spielten. „Das war ein Stück Arbeit und kein Selbstläufer. Aber wir haben unsere Chancen genutzt, waren extrem konzentriert“, sagte Roos. Immels Konzept vom Tempo-Handball ging auf. „Wir wollten Dotzheim müde machen“, resümierte er. Das gelang. Entspannen wollte er sich aber trotzdem nicht. Abhängig von den Ergebnissen in den oberen Ligen ist ein Abstieg immer noch möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich. „Freuen tue ich mich erst, wenn alles klar ist“, sagte der Coach.

TuS Dotzheim: Windheim, B. Müller; Gutteck (3), Dembach, Assmann (4/1), Wenzel (3), Denard (4), N. Müller (3), K. Schubert, During (4/3), Jensen (1).

TSG Eppstein: Keller, Ladwig; M. Becker, Barchanski (5), Henrich (2), Roos (8), Ladwig, Erdmann, Kerber (1), Schmidt (1), Wagner (2), Laun (6/2), Müller (8), Disqualifikation: M. Becker (23./Foulspiel).

 

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Embs-Truppe macht Oberliga-Rückkehr perfekt

HSG Wettenberg II - M I | 16-04-2018

HSG Wettenberg II - M I 21:27 (9:13)

Spielbericht von Susan Dobias (WT):

Vier Minuten vor dem Abpfiff huschte ein Lächeln über das Gesicht von Hans-Josef Embs. Glücklich umarmte der Coach alle auf der Bank des TuS Dotzheim und verfolgte entspannt die Schlussphase in Wettenberg. Die etwa 40 mitgereisten Fans – darunter die verletzten Dotzheimer Spieler – feierten das Meisterteam mit stehenden Ovationen und als der Abpfiff ertönte, gab es auch auf dem Parkett kein Halten mehr. „Meister, wir sind Meister“ schrien die Dotzheimer Handballer, tanzten im Kreis und schnappten sich ihren Trainer. Der flog in hohem Bogen in die Luft, später verpasste ihm Maximilian Schubert noch eine Sektdusche.

„Gott sei Dank, es ist vollbracht. Wir sind so froh, dass wir das trotz der Widrigkeiten so souverän geschafft haben. Wir haben es verdient“, erklärte Embs nach dem 27:21 (13:9) bei der HSG Wettenberg II und den weiterhin acht Punkten Vorsprung auf die MSG Linden drei Spieltage vor dem Ende. Auf der Tribüne verdrückte Timm Großkurth, Sohn des erst vor kurzem verstorbenen Sportlichen Leiters Hans-Dieter Großkurth, Freudentränen. Embs hatte da schon den Weg zu Großkurths Witwe gesucht und diese umarmt. Beide Männer hatte eine tiefe Freundschaft verbunden.

Auch die Spieler durchlebten ein Wechselbad der Gefühle. Personell aus dem letzten Loch pfeifend, dazu ein Gegner, der seine Chance im Abstiegskampf zu nutzen versuchte – keine leichte Aufgabe für den Landesliga-Spitzenreiter, dem noch ein Punkt zur direkten Rückkehr in die Oberliga fehlte. Sechs Feldspieler standen Embs noch zur Verfügung, darunter Sören Battermann, den Leistenprobleme plagten. Auf der Bank nahmen ausschließlich reaktivierte Spieler Platz – Niklas Müller und Stefan Bonnkirch sowie Sebastian Dembach aus der zweiten Mannschaft. Das der an einer Bauchmuskelverletzung laborierende Bonnkirch auftauchte, überraschte selbst Embs. „Das war nicht geplant. Ein großes Dankeschön an die Drei. Es war sehr viel wert, dass diese Jungs uns nochmal geholfen haben. Sonst wäre es eng geworden“, sagte Embs.

„Aushilfskellner“ Bonnkirch und Müller sorgen für Entlastung

Müller half in der Abwehr aus, Bonnkirch war im rechten Rückraum mit seiner Routine ein wichtiger Faktor und steuerte noch vier Treffer bei. „Es hat zum Glück geklappt, zumindest dass die anderen sich mal ausruhen konnten und die Gegner mal was anderes machen mussten“, sagte der 35-Jährige. Aus einer abgeklärt spielenden Mannschaft ragten noch Torwart Benedikt Müller, Kreisläufer Timo Wenzel mit seinem Kampfgeist und Maxi Schubert heraus. Müller hielt sein Team mit starken Paraden in engen Phasen auf Kurs, vorne traf Schubert trotz intensiver Manndeckung zwölf Mal. „Hinten heraus hat jeder das gemacht, was er kann. Jeder hat alles in die Waagschale geworfen und sich zusammengerissen“, lobte Schubert seine Mitspieler. „Die Hälfte der Mannschaft saß auf der Tribüne und wir gewinnen das Ding. Jetzt ist mir alles egal.“ Auch Müller konnte seine Gefühle nach der Partie kaum verbergen. „Es fühlt sich brutal gut an, nach all den Rückschlägen, die wir hatten. Von der Bank kamen ja mehr Betreuer aufs Feld gerannt, als Spieler gespielt haben. Einfach super, wir haben es durchgezogen“, erklärte der Torhüter. Noch lange nach dem Schluss standen Mannschaft, Betreuer und Angehörige zusammen, stießen auf den Erfolg an. Dann startete die Mannschaft in eine lange Party-Nacht, die erst mit einem gemeinsamen Grillen am Tag danach endete.

TuS Dotzheim: B. Müller, Windheim; N. Müller, Bonnkirch (4), Dembach (1), Assmann, Wenzel (6), Denard (2), Battermann (1), Schubert (12/5), During (1).

 

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Matchball in Wettenberg?

M I - TuS Holzheim | 10-04-2018

M I - TuS Holzheim 31:23 (16:10)

Spielbericht des WT (möx):

Die Aufstellung klingt exzellent. Felix Kossler und Marcel Jamin auf den Flügeln, Daniel Otto am Kreis, Ugur Toru im Tor, Johannes Schuhmacher, Yassin Ben-Hazaz, Thomas Sterker und der reaktivierte Stefan Bonnkirch im Rückraum. „Gegen diese Mannschaft“, sagt Trainer Hans-Josef Embs mit einem süßsauren Lächeln, „hätten wir keine Chance.“ Die Crux: Diese Besetzung saß am Samstagabend komplett auf der Tribüne der Schelmengrabenhalle. Neuester Zugang des Dotzheimer Lazaretts: Thomas Sterker. Der letzte verbliebene TuS-Linkshänder hat sich im Training am Außenmeniskus verletzt, für den 26-Jährigen ist die Saison damit ebenfalls vorzeitig beendet.

Umso beeindruckender, dass der Landesliga-Spitzenreiter auch gegen den TuS Holzheim beim ungefährdeten 31:23 (16:10)-Erfolg nichts anbrennen ließ, sich damit dank der gleichzeitigen 23:27-Niederlage des einzig verbliebenen Verfolgers MSG Linden in Lollar vier Matchbälle zur Oberliga-Rückkehr beschert hat. Einen Zähler benötigen die Wiesbadener Vorstädter aus den Partien in Wettenberg und Eddersheim sowie daheim gegen Eppstein und Linden noch, um die Saison zu krönen.

Gegen die Holzheimer reichte die individuelle Klasse von Maxi Schubert (9/1) und Benedikt Seeger (5) sowie ein Benedikt Müller im Tor, der eindrucksvoll unterstrich, warum ihn sich Drittligist HSG Hanau geangelt hat, um den Gegner auf Distan z zu halten. Zumal Abwehrspezialist Sören Battermann nach der doppelten Manndeckung gegen Schubert und Seeger als Vollstrecker in die Bresche sprang. „Wenn du weißt, dass auf der Bank keine Alternative sitzt, macht das die Sache nicht einfacher“, war der 29-Jährige nach Spielschluss spürbar erleichtert.

TuS Dotzheim: B. Müller, Windheim; Seeger (5), Dembach, N. Müller (1), Assmann (6), Denard, Wenzel (2), During (3), M. Schubert (9/1), K. Schubert, Battermann (5).

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TuS ringt nach dem Tod von Hans-Dieter Großkurth Kastel nieder

M I TG Kastel | 07-04-2018

 M I -TG Kastel 32:31 (17:15)

Spielbericht von Susan Dobias (WT):

Als Maximilian Schubert das entscheidende Tor für Landesliga-Spitzenreiter TuS Dotzheim zum 32:31 (17:15)-Sieg gegen die Handballer der TG Kastel erzielte, ließ er seinen Gefühlen freien Lauf. „Als ich danach auf der Tribüne Timm Großkurth gesehen habe, wie er aufgesprungen ist, hatte ich wieder Tränen in den Augen“, beschrieb der überragende Spieler des Abends den Moment. Bereits in der Anfangsminute waren bei ihm und seinen Kollegen reichlich Tränen geflossen, als die Partie wegen einer Schweigeminute für ihren kürzlich verstorbenen Sportlichen Leiter Hans-Dieter Großkurth unterbrochen worden war. „Ich habe noch nie so viele Emotionen in einem Spiel erlebt. Wir haben alle geweint. Ich konnte nur auf den Boden schauen“, berichtete Schubert.

Nicht viel anders erging es den 250 Zuschauern – unter ihnen Großkurths Sohn Timm mit seiner Frau – am Ostersamstag in der Halle am Schelmengraben. Sie erlebten ein hoch emotionales Spiel, die Spieler durchliefen ein Wellenbad der Gefühle. Dass die aufgewühlten Dotzheimer Handballer wie in Trance anfangs eine starke Performance hinlegten, verwunderte selbst ihren Coach. „Es ist schwer, da den Schalter umzulegen. Das war überragend“, sagte Hans-Josef Embs. 11:4 nach 16 Minuten, 14:7 vier Minuten später. Kastel leistete sich viele Fehlpässe und vergab klare Chancen.

TuS holt in Schlussphase Sechs-Tore-Rückstand auf

Dann allerdings riss der Spielfaden beim Gastgeber. Grund dafür war die nun von Kastels Coach Kalli Klein angeordnete Manndeckung gegen Schubert. Den Gästen gelangen in der Folge viele einfache Tore durch Ballgewinne, Dotzheim traf fast nichts mehr. Im zweiten Durchgang machte Kastel genau da weiter und erarbeitete sich einen Vorsprung von sechs Toren (28:22/49.). „Es war ein klasse Handballspiel. Letztlich sind wir an zwei Dingen gescheitert. Wir hätten bei dem Spielstand acht Situationen nacheinander anders lösen müssen. Und wir haben Max Schubert nicht in den Griff bekommen“, bilanzierte Klein. Sein Team hätte für den Einsatz mehr verdient gehabt.

Letztlich war es aber Schubert, der mit seiner spielerischen Klasse die Partie noch umbiegen konnte. „Man hat von Anfang an gesehen, dass er der willensstärkste Spieler auf dem Parkett war. Er wollte das Spiel entscheiden“, zollte Klein dem Dotzheimer Rückraumspieler Anerkennung. Embs hatte dafür in die Trickkiste greifen müssen und auf „antiquierten Handball“ umgestellt. „Wir haben so wie früher gespielt. Zwei Mann haben den Block für Max gestellt, er ist dahinter hochgegangen und hat draufgehauen“, sagte Embs. Und der frühere Bundesliga-Spieler nutzte seine Möglichkeiten eiskalt und mit fast hundertprozentiger Trefferquote. „Er hat uns mit einem Sahnetag zurückgebracht. Das war herausragend“, lobte Embs.

Erstmals in der Saison wurde der Aufstiegsfavorit richtig gefordert, musste an seine Grenzen gehen und bestand die Prüfung. „Wer glaubt schon nach sechs Toren Rückstand zehn Minuten vor dem Schluss noch dran, zu gewinnen?“, erklärte Schubert. „Vielleicht war so ein Spiel mal ganz gut für uns.“ Am morgigen Mittwoch steht dem Team beim Trauergottesdienst für Großkurth noch einmal ein schwerer Gang bevor. Doch Embs, den seit Jahren eine enge Freundschaft mit Großkurth verband, blickte mit Tränen in den Augen schon wieder nach vorne. „Die zwei Wochen waren sehr schwer. Sei es im Training, wo er immer donnerstags dabei war. Oder wenn man in Gesichter von Leuten schaut, die ihn gut kannten. Aber das Leben muss weitergehen“, richtete er seine Botschaft an alle.

TuS Dotzheim: Windheim, Müller; K. Schubert, Dembach, Assmann (2), Sterker (7), Wenzel (4), Denard, Müller, Battermann (3), M. Schubert (14/2), During (2).

TG Kastel: Finger, Schiebeler; S. Fischer, Hohmann (2), Holtkötter (6), Panzer (5), Krause (2), Grzeschik (2), T. Fischer (12/4), Büscher (2), Hartmann, Reese, Munck.

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Linden verliert weiter Boden

TSG Oberursel - M I | 06-04-2018

TSG Oberursel - M I 31:38 (13:19)

Spielbericht des WT (sud):

Mit großen Schritten nähert sich Primus TuS Dotzheim der Landesliga-Meisterschaft. Auch bei der TSG Oberursel zeigten die Handballer vom Schelmengraben keinerlei Schwäche und gewannen mit 38:31 (19:13) – der 17. Sieg im 18. Spiel, bei nur einem Unentschieden. Tags zuvor hatte zudem Verfolger Linden gegen Lang-Göns gepatzt. Einziger Wermutstropfen: Kreisspieler Timo Wenzel erlitt bereits früh in der Partie einen Hexenschuss und verschärft damit die ohnehin schon prekäre Personallage des Tabellenführers.

Seeger und Schubert glänzen mit je zehn Treffern

Da ferner Thomas Sterker wegen einer dummen Aktion Rot sah (29.), musste TuS-Coach Hans-Josef Embs erneut improvisieren. Sebastian Dembach rückte an den Kreis, Abwehrchef Sören Battermann in den rechten Rückraum. Beide erledigten ihre Aufgaben gut. Doch letztlich waren es die überragenden Benedikt Seeger und Maximilian Schubert, die der Partie mit jeweils zehn Toren ihren Stempel aufdrückten und nie zu halten waren. „Das ist die Klasse, die sie einfach haben. Der Gegner konnte sich nie auf die beiden einstellen“, sagte Embs. Er zollte seinem ganzen von Verletzungen arg gerupftem Team Anerkennung. „Sie haben das sehr souverän runtergespielt. Die Mannschaft besitzt einfach eine Routine und Klasse. Es sind gute Jungs, die mit der momentanen Situation zurechtkommt“, so Embs.

Am Ende betrieben die Hausherren lediglich noch ein wenig Ergebniskosmetik und minimierten den teilweise auf zwölf Tore angewachsenen Rückstand. „Zum Schluss haben wir bei dem Spielstand abgeschenkt“, bilanzierte Embs. Am Ostersamstag geht es nun im Nachholspiel gegen die TG Kastel um weitere wichtige Zähler für den Aufstieg. Embs hofft dabei auf eine schnelle Genesung von Wenzel. Ob Spielmacher Seeger verfügbar ist, wird sich noch klären.

TuS Dotzheim: Windheim, Müller; Seeger (10), Dembach (2), Assmann (6), Sterker (2), Wenzel, Denard (3), Christ, Battermann (1), Schubert (10/3), During (3) – Disqualifikation: Sterker (29./grobes Foulspiel).

 

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Erfolgreiche 1. Saison

Unsere E-Jugend | 24-03-2018

Die E-Jugend hat nach anfänglichen Schwierigkeiten eine sehr erfolgreiche Saison hingelegt. Mit dem 3. Platz in der Runde verabschieden sich nun eine Reihe von Spielern, da sie in der kommenden Saison altersgemäß in der D-Jugend antreten.

Einen ausführlichen Bericht über den Saisonverlauf und das aktuelle Mannschafts-Foto finden Sie unter "Teams" !

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Mit reaktivierten Spielern zum Sieg

M I - TSV Griedel | 19-03-2018

M I - TSV Griedel 38:26 (18:9)

Spielbericht des WT (sud):

Die Sorgenfalten vor der Partie waren bei Hans-Josef Embs nach dem Spiel der Erleichtertung gewichen. „Das war eine ordentliche und souveräne Leistung. Das hatte ich so nicht erwartet“, sagte der Coach des Handball-Landesligisten TuS Dotzheim. Der hatte am Samstagabend gegen den TSV Griedel trotz enormer personeller Probleme mit 38:26 (18:9) gewonnen und damit ein deutliches Zeichen an den direkten Konkurrenten um den Aufstieg, die MSG Linden, gesendet.

Dabei fing der Tag alles andere als optimal an. Rückraum-Shooter Maximilian Schubert lag mit 40 Grad Fieber im Bett. Die Patellasehnenprobleme von Yassin Ben-Hazaz machten einen Einsatz unmöglich. Zumindest aber John Denard und Sören Battermann, der später wegen erneut auftretenden Leistenproblemen passen musste, konnten spielen. Während der Partie fiel die Anspannung von Embs ab. In der Abwehr führte sich der reaktivierte Niklas Müller vor dem starken Paul Windheim im Tor gut ein und sorgte für die nötige Entlastung. Im Angriff zog Benedikt Seeger gekonnt die Fäden und überzeugte als zehnfacher Torschütze. Und auch Stefan Bonnkirch, der im vergangenen Sommer seine Karriere bei den Dotzheimern eigentlich beendet hatte und nach nur einer Trainingseinheit im rechten Rückraum auflief, machte seine Sache mehr als ordentlich. „Mir tut alles weh“, berichtete der Linkshänder am nächsten Morgen. Er und auch Müller werden nach zeitlichem Ermessen den Wiesbadener Vorstädtern bis zum Saisonende zur Verfügung stehen und aushelfen. Allerdings fehlt das Duo am kommenden Samstag (19.30 Uhr) beim schweren Gang zur TSG Oberursel.

TuS Dotzheim: Windheim, B. Müller; Dembach, Seeger (10/2), Assmann (3), Sterker (6), Wenzel (8), Denard (4), N. Müller, Battermann (2), Bonnkirch (3), During (2).

 

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