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Große Show, begeisterte Kulisse, zweiter Sieg

M 1 - TV Kichzell | 24-09-2018

Handball-Oberligist TuS Dotzheim brilliert beim 29:27 über Titelanwärter TV Kirchzell

Spielbericht von Jürgen Möcks (WT):

Die traurige Nachricht vorneweg: Der TuS Dotzheim ist die Tabellenführung in der Handball-Oberliga los. Die viel freudigere: Der Aufsteiger hat auch sein zweites Spiel nach seiner Rückkehr in die Beletage gewonnen, dabei beim 29:27 (18:9) über den Meisterschaftsfavoriten TV Kirchzell in den ersten 30 Minuten ein regelrechtes Feuerwerk abgebrannt. „Viel besser“, erklärte im Anschluss Dotzheims Trainer Hans-Josef Embs, „als in der ersten Halbzeit können wir nicht spielen.“ Die TuS-Anhänger unter den 350 (!) Zuschauern waren jedenfalls hellauf begeistert.

Die 6:0-Deckung mit Maxi Schubert und Kenneth Fuhrig im Mittelblock, daneben Marc Teuner und „Aushilfskellner“ Sören Battermann (ohne Training) auf den Halbpositionen, brachte den Ex-Zweitligisten in arge Nöte. Trotz vier Trainingseinheiten pro Woche sowie individuellen Videostudiums jedes Gegenspielers wandelten die Odenwälder bis zur ersten Auszeit nach sieben Minuten in fast jedem Angriff am Rande des Zeitspiels. „Die Abwehr“, urteilte Nico Robinson, „war in der ersten Halbzeit überragend.“ Und dazu trug der 19-jährige Keeper mit etlichen Paraden maßgeblich bei. Auch Dotzheims Sportlicher Leiter Timm Großkurth war begeistert: „Beim Aufwärmen waren die Jungs noch ziemlich ruhig. Aber ab der ersten Aktion wusste ich, dass sie voll da sind. Die Seitwärts-, die Diagonalbewegung in der Deckung, das war großartig.“

Gäste-Coach Kunz erkennt seine Mannschaft nicht wieder

Ganz anders die Gefühlslage im Lager der Verlierer. „Ich habe meine Mannschaft noch nie so gesehen“, gestand Kirchzells Trainer Andreas Kunz bei der neu eingeführten Pressekonferenz auf dem Spielfeld. Dass seine Jungs es besser können, zeigten sie nach Wiederbeginn. Da stellten sie die Hausherren mit ihrer ganz offensiven 3:3-Formation vor gehörige Probleme. „In der Phase haben wir uns verunsichern lassen. Und man hat gemerkt, dass die Kirchzeller einen Tick fitter sind als wir“, befand Benedikt Seeger. Bis auf 20:22 (46.) verkürzten die Gäste um den kroatischen Rückraumwerfer Josip Punda im linken Rückraum und Rechtsaußen Nico Polixenidis (jeweils 6 Tore). Embs kannte auch den Grund: „Wir haben nicht mehr so viel in die Abwehr investiert, oft den einen Schritt weniger gemacht. Das war auch eine Frage der Kraft.“ Doch auch die Unterfranken mussten der kraftraubenden offensiven Deckung Tribut zollen, fanden nun Seeger, Fuhrig, Schubert, Teuner und Youngster Yassin Ben-Hazaz immer wieder Lücken. Und Embs schickte genau zum richtigen Zeitpunkt für den abbauenden Robinson Ugur Toru (47.) zwischen die Pfosten. Der 21-Jährige führte sich gleich spektakulär ein, lenkte ein Geschoss von Punda an die Latte. „Er hat die Paraden gezeigt, die wir gebraucht haben“, lobte Großkurth seinen Torhüter. Und auch vom Kollegen gab es Lob. „Das war ganz stark. Wir ergänzen uns perfekt“, sagte Robinson. Doch bei aller Euphorie über den Coup über einen Titelfavoriten, auch Robinson weiß: „In der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, wo unsere Baustellen sind. Daran müssen wir arbeiten.“

TuS Dotzheim: Toru, N. Robinson; Battermann, Bocklet (n.e.), Schubert (5), Seeger (7), Klasmann, Assmann (2), Fuhrig (4), Ben-Hazaz (2), Kossler (6), Schmidtmann (n.e.), Teuner (3), During.

Schiedsrichter: Friedrich/Ringleb (Vollnkirchen).

Zuschauer: 350. – Zeitstrafen: 3:4. – Rot: David (58./Kirchzell/3. Zeitstrafe). – Siebenmeter: 1/0:4/3. – Spielfilm: 0:1, 5:1, 6:4, 8:6, 12:6, 15:7, 18:9 – 19:11, 19:15, 22:20, 23:21, 26:21, 29:23, 29:27.

 

 


Categories: Spielberichte

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