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Krimi ohne happy End

M 1 - HSG Kleenheim/Langgöns | 09-10-2018

M 1 - HSG Kleenheim/Langgöns 31:32 (17:18)

Spielbericht des WT:

Im Kabinengang stehend erstattete Hans-Josef Embs seinem Spezi Theo Kaus – Wallaus Kultkeeper wird kommenden April 70 – nach mitreißenden 60 Minuten vor 426 Fans sogleich telefonisch Bericht, erzählte von einem beiderseits riesigen Spiel und ließ anklingen, dass ein Remis trotz der Hypothek des frühen 4:12-Rückstands noch möglich gewesen wäre. Doch der Trainer des Oberligisten TuS Dotzheim wusste auch um die Palette der Ursachen vor und während des Spiels, die in Summe beim 31:32 (17:18) gegen die spielstarken Powerhandballer der HSG Kleenheim/Langgöns die erste Saisonniederlage nach sich zog.

Schubert trotzt Rückenblessur: So führte der Coach die „katastrophale Trainingswoche“ mit etlichen Abwesenheiten an. Der krankheitsbedingte Ausfall von Benedikt Seeger und die mit einer Spritze behandelte Rückenblessur von Maxi Schubert (Embs: „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass er spielen kann.“) stehen stellvertretend für die Hindernisse, die keine geordnete Vorbereitung zuließen. Seeger und Schubert liefen trotzdem auf, konnten aber nicht verhindern, dass Kleenheim mit den Torwart-Paraden von Manuel Eckhard und aggressivem Abwehrverband durch Gegenstöße sowie Stemm- und Hüftwürfe auf 12:4 davonflog. Keeper Ugur Toru traf keine Schuld, während vorne vornehmlich Marc Teuner bei Abschluss und Anspiel nicht in Tritt kam.

Die Partie schien gelaufen. Doch weit gefehlt. Dotzheim trotzte dem drohenden Debakel mit schier unglaublicher Charakterstärke: Teuner nahm mit ungebrochenem Selbstvertrauen Fahrt auf, Schubert – ob von Linksaußen ins Spiel gebracht oder direkt aus dem Aufbau – warf sich warm, Kreisläufer Kenneth Fuhrig wurde zum Fixpunkt und der für Toru gekommene Nico Robinson, aufgrund von Kapselblessuren an Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand mit Tapeverband, griff einiges ab. Schuberts Treffer zum 17:18-Pausenstand glich nach dem 4:12-Rucksack einer Sensation.

Zweimal in Führung: Treffer von Seeger und Fuhrig brachten beim 19:18 und 23:22 gar die Führung. „Hätten wir sie ausgebaut, wäre das Spiel vielleicht gekippt. Hut ab aber, wie die Mannschaft überhaupt zurückgekommen ist“, befand Embs. Doch der gigantische Aufwand forderte in Kombination mit begrenzten Wechseloptionen Tribut in Sachen Kraft und Konzentration. Dazu spielten Schuberts Torrahmentreffer beim 25:27 und ein ärgerliches Rechtshänder-Gegentor von Rechtsaußen zum 27:28 Kleenheim in die Karten. „Wir haben trotz allem erneut gezeigt, dass wir gegen die Besten der Liga mithalten können“, tröstete sich Robinson, während Fuhrig herausstrich: „31 Tore sind okay. Knackpunkt war die Abwehrleistung der ersten 15 Minuten.“

TuS: Toru, N. Robinson (ab 11.); Battermann, Bocklet, Schubert (10/2), Seeger (4), Klasmann (1), Assmann (1), Fuhrig (6), Ben-Hazaz (2), Kossler (4), Teuner (3), During.

Schiedsrichter: Kaiser/Paul (Obertshausen/Heusenst. Dietesheim/Mühl.). – Zuschauer: 426. – Zeitstrafen: 6:1. – Siebenmeter: 2/2:4/2. – Spielfilm: 2:4, 4.12, 8:15, 12:17, 17:18 – 19:18, 19:22, 23:22, 25:26, 27:28, 28:30, 29:31, 30:31, 30:32, 31:32.


Categories: Spielberichte

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