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TuS Dotzheim - Blog


TuS Dotzheim bezwingt HSG VfR/Eintracht Wiesbaden im Stadtderby

M 1-HSG Vfr/ETW | 24.2.2019

Von Stephan Neumann und Stephan Crecelius(WT)

In der ausverkauften Schelmengraben-Halle bezwingt Gastgeber TuS Dotzheim die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden mit 34:27 - der erste Sieg nach fünf Pleiten für die Dotzheimer.

Der Bann ist gebrochen: Die Handballer des TuS Dotzheim jubelten, als hätten sie einen Aufstieg perfekt gemacht. Der 34:27 (18:12)-Erfolg markiert das Ende ihrer Leidenszeit mit zuvor fünf Derby-Niederlagen gegen den Stadtrivalen HSG VfR/Eintracht. Entsprechend zeigte sich Dotzheims Sportlicher Leiter Timm Großkurth von Zentnerlasten befreit, genoss die Partystimmung in den eigenen Reihen: „Es musste ja irgendwann funktionieren. Die Erleichterung ist wahnsinnig groß." Auch TuS-Keeper Nico Robinson war happy: „Erstmals haben wir im Derby über die gesamte Zeit mit dem nötigen Biss gespielt. Das muss in den nächsten Spielen so bleiben." HSG-Routinier Luis Garbo befand: „Der hohe Rückstand in der Startphase war entscheidend. Als wir dann herangekommen sind, haben wir vorne die falschen Entscheidungen getroffen."

Verschlafener Start wird für die HSG zur Hypothek

Die Dotzheimer legten mit zwei Blitztoren von Jojo Schuhmacher turbomäßig los, als wollten sie die fünf vergangenen Pleiten gegen die HSG auf einen Schlag vergessen machen. 7:1 nach sieben Minuten – Gäste-Coach Alexander Müller bat zur Auszeit, wurde richtig laut. Der Weckruf fruchtete: Danic Seiwert per Siebenmeter, Tom Schmelzer, Luis Garbo und Lorenz Engel verkürzten ruckzuck im bis auf den letzten Platz besetzten Schelmengraben-Hexenkessel auf 7:5. Marc Teuner, einer von fünf Ex-HSGlern im TuS-Trikot, legte für Dotzheim den Schalter mit drei Toren wieder um. Einhergehend wurde US-Nationalspieler Nico Robinson im Gastgeber-Gehäuse zum echten Rückhalt – Halbzeitstand 18:12.

Teuner-Gala auch nach der Pause

Die Zuschauer erlebten nach der Pause eine Fortsetzung der Teuner-Gala. Im Hinspiel hatten seine 14 Tore nicht für einen Punktgewinn gereicht, diesmal zahlte sich seine unglaubliche Treffsicherheit aus. Beim Stand von 20:12 war die Vorentscheidung praktisch gefallen. Zumal Robinson seinen Kasten weiter weitgehend abriegelte. Zusätzlich bitter für die HSG: Pascal Henkelmann musste lädiert auf die Bank und Danic Seiwert warf einen Siebenmeter an den Pfosten, während bei Dotzheim Yassin Ben-Hazaz erhöhte.

„Ein absolut verdienter Derbysieg. Jetzt sind wir sechs Punkte vor der HSG. Wichtig war, dass Nico nach zuvor drei nicht ganz so guten Spielen wirklich hervorragend gehalten hat", meinte TuS-Coach Hans-Josef Embs. VfR/Eintracht-Coach Alex Müller stellte fest: „ Wenn man Dotzheim stets hinterherläuft, wird es schwer. Kämpferisch war das aber gut. Schlimm wäre es für uns, wenn sich die Verletzung von Pascal als schwerwiegend herausstellen würde."

Für die HSG bleibt die Lage am Tabellenende brenzlig. Steigt Bruchköbel aus der 3. Liga aus, erwischt es in der Oberliga drei Clubs. Rettet sich Bruchköbel, sind es lediglich zwei, bestätigt Oberliga-Chef Manfred Leber. Stellt sich aber die Frage: Gibt es auch 2019/20 Derby-Höhepunkte zwischen TuS und HSG?

TUS DOTZHEIM - VFR/EINTRACHT WIESBADEN

TuS Dotzheim:

N. Robinson, Toru; Battermann (1), Maxi Schubert (4), Heil (1), Schuhmacher (5), Klasmann, Assmann (3), Fuhrig (1), Sterker, Ben-Hazaz (5), Schmidtmann, Teuner (14/5).

HSG VfR/Eintracht: Gippert, J. Kellner (19. – 54.); Kirchmeier (4), L. Walter, Hutmacher (3), Seiwert (5/5), Schmelzer (2), Garbo (2), K. Schreiber, L. Engel (4), Stadermann, Henkelmann (4), Langheinrich, Dietz.

Schiedsrichter:Apel/Lang (Reichelsheim).

Zuschauer: 600.

Zeitstrafen: 4:7.

Siebenmeter: 5/5:6/5.

Spielfilm: 7:1, 7:5, 10:6, 10:8, 13:8, 18:12 – 20:12, 24:18, 28:20, 34:27.


Kategorien: Handball