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TuS Dotzheim - Blog


Beim TuS hält der Fluch der Verletztenmisere an

M 1 - Babenhausen 28:31 (16:14) | 11.3.2019

Die 28:31 (16:14)-Niederlage gegen die SG Rot-Weiß Babenhausen allein war für TuS Dotzheim schon schmerzlich. Aber als Johannes Schuhmacher 20 Sekunden vor Schluss mit starken Schmerzen auf dem Boden lag, waren die Mitspieler und die Zuschauer geschockt. Hans-Josef Embs eilte sofort zu seinem so von Verletzungen gebeutelten Rückraumspieler und kehrte mit ernster Miene zurück zur Bank. Schuhmacher selbst konnte nur gestützt das Parkett verlassen. Die Diagnose: Verdacht auf Muskelfaser- oder gar Bündelriss in der linken Wade. Eine Untersuchung soll Klarheit liefern.

„Spiel verloren und die Verletzung – schlechter kann es nicht laufen“, sagte Schuhmacher. Vor Wut und Enttäuschung hatte der junge Familienvater noch gegen die Bande geschlagen, ehe er die Halle verließ. Ihm sei sofort bewusst gewesen, dass es etwas Ernstes sei. „Ich hatte so einen stechenden Schmerz, als wenn mir jemand mit einem Messer rein sticht. Solche Schmerzen hatte ich noch nie. Erst habe ich gedacht, dass mir jemand mit dem Knie oder dem Fuß in die Wade gelaufen ist. Aber da war niemand“, berichtete Schuhmacher.

Eine richtige Alternative für den 23-Jährigen gibt es im dünn besetzten Kader eigentlich nicht. „Wenn er jetzt raus gerissen wird, hallelujah. Wir haben so gut harmoniert. Jetzt bin ich mal gespannt. Das müssen wir irgendwie kompensieren. Es muss weitergehen, hilft ja nichts“, erklärte Maximilian Schubert. Schuhmacher war nach seinem Comeback Ende des Jahres nach einjähriger Verletzungspause zuletzt immer stärker ins Rollen gekommen, glänzte auch gegen Babenhausen als neunfacher Torschütze. Und nun der erneute Rückschlag.

Bitter ist das nicht nur für Schuhmacher persönlich, sondern auch für die TuS-Oberliga-Handballer. Nach Benedikt Seeger, Felix Kossler (beide Karriereende wegen Verletzung) und Yassin Ben-Hazaz (Syndesmoseband-und Außenbandriss) ist der Linkshänder der nächste Rückraumspieler auf der Verletztenliste. „Das muss eine Mannschaft erst einmal verkraften. Wir müssen wieder die Kräfte bündeln und werden uns Gedanken machen, wie wir uns da aufstellen und das auch taktisch angehen“, sagte der Sportliche Leiter, Timm Großkurth.

Timm Großkurth: Jetzt müssen sich andere zeigen

Jammern wolle er nicht, sondern positiv nach vorne schauen. Das habe das Team nach all den Verletzungen in den vergangenen Jahren gelernt. „Mund abputzen, es ist wie es ist. Dann müssen sich andere zeigen“, erklärte Großkurth. Fredi Bocklet und Lars Klasmann sind Kandidaten für die Rückraummitte, Marc Teuner könnte dann in den rechten Rückraum wechseln. Doch beide haben wenig Spielpraxis. Auch gegen Babenhausen standen sie nur wenige Minuten auf der Platte, obwohl einige Stammspieler nicht ihre Leistung abrufen konnten. Bezeichnend war die 58. Minute, als Teuner im Tempogegenstoß frei am Gästetorwart scheiterte. „Das war in einem gleichwertigen Spiel die spielentscheidende Situation. Anstatt zum 28:28 auszugleichen, verwirft er. Dann war das Spiel verloren“, sagte Embs.

TuS Dotzheim: Toru, N. Robinson; Battermann, Bocklet, Schubert (9/1), Heil, Schuhmacher (9), Klasmann (1), Assmann, Fuhrig, Sterker (3), Schmidtmann (1), Teuner (5), During.

 


Kategorien: Handball